EINE SITUATIONSÜBERSICHT DER FALLSTUDIE
Es war nicht das erste Mal, dass beim Transport des betreffenden Kunden ein Fehler vorlag. Nach der Kontrolle eines vorangegangenen Transports wurde ein Ticket ausgestellt. Beim nächsten Einsatz wurden dann einige Fotos vom Fahrer gemacht. Auf Basis eines externen Sicherheitsberaters wurde dann entschieden, die Ladung abzulehnen, da sie nicht zertifiziert und damit nicht in Ordnung war.
DREHEN IM TRANSPORTBEREICH
Ladungssicherungsspezialist Geert Frans von CS-TS weist darauf hin, dass dies ein Wendepunkt ist. „Die Transportnachfrage ist hoch und das Angebot knapp. Dadurch können Spediteure ihre Anforderungen im Bereich der Ladungssicherung stärker als bisher durchsetzen. Diese Denkweise ist auch logisch: Im Falle einer Straßenkontrolle oder eines Schadensfalls müssen Transportunternehmen solche Bescheinigungen haben. Können diese nicht vorgelegt werden, sind Wegweisungen, Bußgelder und jede Menge Verzögerungen die Folge.“
Sven Geerts stimmt zu: „Einige Spediteure hatten vielleicht Angst, Kunden zu verlieren, aber heute ist die Branche in einer stärkeren Position. Außerdem liegt es im Interesse des Spediteurs, aber auch des Verladers, dass die Ladung ordnungsgemäß gesichert ist. Was wir auf jeden Fall vermeiden wollen, sind Diskussionen zwischen Fahrer und Kunde. Deshalb lassen wir immer einen Fahrer Fotos machen und ein externer und unabhängiger Sicherheitsberater beurteilt, ob die Ladung in Ordnung ist. Auf diese Weise können wir sowohl unsere Organisation als auch die des Kunden auf ein höheres Niveau bringen.“

